historic Philadelphia { East Coast USA Part IV }

Donnerstag, November 28, 2013
"Do it with passion 
or not at all"

Auf unserer Reise ging es von Washington weiter in Richtung New York. Bevor wir jedoch Manhattan erreichten, haben wir einen kleinen Zwischenstopp in Philadelphia eingelegt. Eine wunder wunderschöne Stadt! Ich habe mich verliebt und würde es immer wieder tun! Philly hat mir vom ersten Augenblick an gefallen und lässt mich auch jetzt irgendwie nicht mehr los. Ich würde diese tolle Stadt jeder Zeit wieder besuchen und bin froh, die Möglichkeit dazu gehabt zu haben. Allein die vielen kleinen Straßen, die Häuser, die mit Mosaik verzierten Wände, kleine Pubs und Restaurants - alles hat mich irgendwie verzaubert. Und auch hier ist es wieder so, dass historisch ältere Gebäude, dicht neben den neuen moderneren stehen und sich immer wieder gegenseitig abwechseln. 
Gerne würde ich diesen Post mit dem Song "Gonna fly now", der Titelmusik zu Rocky Balboa, einleiten, denn in Philly kommen vor allem auch die Rocky-Fans auf ihre kosten. Wie einst Sylvester Stallone in seiner Paraderolle können auch sie hier die berühmte Rocky-Treppe vor dem Philadelphia Museum of Art hinaufrennen und sich fühlen, wie ein Star. Auch für diejenigen unter euch, denen das Boxen reichlich egal ist, ist dieses Ausflugsziel ein Muss! - Von dort aus hat man einen wundervollen Blick über die Stadt und kann direkt über den Benjamin Franklin Parkway, vorbei an der Swann Memorial Fountain, fast bis hin zum Love Park blicken. Neben der Treppe ist sogar Rocky zu Ehren eine Statue aufgestellt - Nachdem sie eigentlich schon längst wieder abgebaut war, hat Sylvester Stallone sie einfach selbst gekauft und wieder an ihren eigentlichen Platz gestellt.
Ich wollte unbedingt in den Love Park. Wollte unbedingt dieses berühmte Zeichen bestaunen. Etwas enttäuscht war ich dann aber doch, als ich nun endlich davor stand - es ist nur sehr klein. Ziemlich klein sogar. Auch der Park ist kein wirklicher Park, er ist genau so klein und dazu noch betoniert. Man könnte sich dort ein paar Minuten Zeit nehmen und entspannen, so fern man denn einen Platz findet und sich von all den Skateboardern nicht stören lässt. Denn ihnen kann man dort stundenlang dabei zuschauen, wie sie ihre Kunststücke vorführen und den Platz in einen Skatepark verwandeln. Er ist mit all den Treppen, betonierten Flächen und flachen Mauern fürs Skaten wie geschaffen.

Wer Geschichte liebt (und vor allem die us-amerikanische), der sollte Philadelphia auf keinen Fall verpassen. Schauplatz einiger wichtiger Ereignisse in der Geschichte der USA war zum Beispiel die Independence Hall. Hier befand sich der Sitz der Regierung von Pennsylvania und hier wurde die Unabhängigkeitserklärung übergeben. Die Hall ist sogar auf der Rückseite des 100-Dollar-Scheines zu finden. Im Glockenturm befand sich bis 1876 die Liberty Bell, welche geläutet wurde, als die Unabhängigkeitserklärung zum ersten Mal in der Öffentlichkeit verlesen wurde. Sie steht heute noch im Independence Visitor Center und kann dort angeschaut werden. Dies war sogar während des Government Shutdown möglich, da sie sich hinter einer dicken Glasscheibe befindet und man auch von außen hindurch schauen kann. 
Wie ihr merkt, ist Philly eine wirklich historische Stadt. Auf der rechten Seite des oberen Bildes seht ihr beispielsweise, wie die allererste us-amerikanische Flagge nach der Unabhängigkeitserklärung ausgesehen hat. Sie wurde sogar in Philadelphia genäht. Ihr werdet hier auch das Grab von Benjamin Franklin finden, welcher für die Stadt auch wieder sehr wichtig gewesen ist, denn auch er war am Entwurf der Unabhängigkeitserklärung beteiligt und unterzeichnete sie letztendlich sogar mit. 
Ganz besonders haben mir die Häuser gefallen. Es waren keine riesigen, viel zu modernen Wolkenkratzer. Sie waren eben typisch amerikanisch. Immer wieder blieb ich in den Straßen stehen, sah an den Gebäuden hinauf, erblickte die typischen Feuerleitern und wusste, dass ich mich gerade wirklich in den USA befinde. Ich musste mich immer wieder neu daran erinnern, weil ich es einfach noch kaum glauben konnte. Viele Häuser haben diese Feuerleitern - wie wir sie eben aus den Serien kennen und auch lieben! Es wurde irgendwann mal entschieden, dass jedes Haus mindestens zwei Ausgänge haben muss, um sicher genug zu sein. Da viele Gebäude jedoch viel zu eng aneinander standen, war dies nur noch durch Feuerleitern möglich. Und so sind diese populären Markenzeichen kaum mehr aus den USA wegzudenken. 
Wunderbar essen könnt ihr zum Beispiel in der "Bourse at Independence Mall". Hier gibt es viele kleinen Stände und Selbstbedienungs-Restaurants. Außerdem bekommt ihr hier auch jede Menge Souvenirs und Mitbringsel. Oft gibt es Restaurant, in denen Buffets aufgebaut wurden. Hier könnt ihr euch alles auf den Teller packen, was euer Herz begehrt. An der Kasse wird dann alles abgewogen und ihr müsst nach Gewicht zahlen. Manchmal kann das am Ende dann das große Erwachen bedeuten, also lasst euch von all den Köstlichkeiten nicht zu sehr verlocken ;)
Eine der ältesten Wohnstraßen der USA ist die Elfreth's Alley. Kleine, süße, kolonialzeitliche Wohnhäuser reihen sich hier aneinander oder sind von einer nur 1,80 Meter breiten Straße getrennt. Die 33 Häuschen sind außerdem alle im Privatbesitz und können an bestimmten Tagen sogar besichtigt werden. Für mich ist diese historische Gasse einfach traumhaft schön und versetzt einen in der Zeit zurück. Es werden sogar Führungen angeboten. 
Wer asiatisches Essen liebt und gern unterhalten wird, der sollte vielleicht mal im Hibachi am Delaware River vorbeischauen. Hier gibt es köstliches Essen, dass von einem Showkoch direkt vor euren Augen zubereitet wird - hohe Flammen schießen in die Luft, Garnelen fliegen in eure Münder und rohe Eier tanzen auf dem Messer oder fliegen in die Kochmütze. Hier schmeckt es wirklich sehr gut! Das wissen allerdings auch die Einheimischen, und daher solltet ihr euch unbedingt vorab Plätze reservieren! Wie in jedem anderen Restaurant der USA bekommt man auch hier wieder Leitungswasser kostenlos an den Platz gebracht. Allerdings schmeckt es leider immer wieder nach Chlor, so dass ich es meist kaum trinken konnte. Ihr solltet auch besser auf Eiswürfel in anderen Getränken verzichten, da auch sie einen chlorigen Beigeschmack haben. 
Philly ist wirklich sehenswert! Aus unserem Hotelzimmer hatten wir einen grandiosen Blick auf den Sonnenaufgang und auf die Ben-Franklin Bridge, die rüber nach New Jersey führt. Im Prinzip ist in Philadelphia auch wieder alles zu Fuß erreichbar. Vor allem, wenn ihr euch an der Market Street orientiert und ihr folgt, könnt ihr so gut wie alles problemlos erreichen - City Hall, Macy's oder auch Hard Rock Café und Broad Street. Geht einfach auf Entdeckungsreise und lasst euch von dieser historischen Stadt verzaubern! Mich hat sie jedenfalls in ihren Bann gezogen! - Sie ist ein absolutes Highlight :)

Kommentare:

  1. Die Stadt könnte mir glaub ich auch sehr gefallen:) Da muss ich auch unbedingt mal hin! Schöner Post:)
    Liebe Grüße,
    Nadja

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  2. Schöne Bilder, aber das mit dem Sonnenaufgang bricht alle Rekorde!

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  3. Da bekommt man so Lust auf Urlaub! :)

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  4. da freue ich mich doch glatt noch mehr auf mein erstes mal philly :)

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